Ich möchte wissen, wie ich ticke und was ich will
„Ich möchte wissen, wie ich ticke und was ich will.“
Das war der Coachingauftrag, den ich neulich gemeinsam mit einer Klientin herausgearbeitet habe – ihr langfristiges Ziel. Der Aufhänger war, wie so oft, eine Unzufriedenheit mit der aktuellen beruflichen Situation. Daraus entstanden die bekannten Fragen:
Wie soll ich weitermachen?
Welcher Job bzw. welches SetUp wäre gut für mich?
Was macht mich eigentlich zufrieden?
Als wir darüber gesprochen haben, was sich verändern würde, wenn dieser Auftrag Realität wird, kam – ebenfalls wie so oft – eine sehr klare Antwort: Sie wäre ausgeglichener, würde weniger ihre Kinder anherrschen, das Leben würde sich leichter anfühlen, und sie hätte mehr Freude an dem, was sie tut.
Ein Einzelfall…?
Mit diesem Anliegen steht sie nicht allein da, ganz im Gegenteil: Ich begegne vielen Frauen, die sich in einer ganz ähnlichen Situation wiederfinden. Die meisten sind in einer Lebensphase, in der die Kinder aus dem Gröbsten raus sind und dadurch wieder mehr Raum entsteht. Raum für: „Die Kinder sind aus dem Gröbsten raus, jetzt komme ich – aber wie?“ – das könnte auch die Überschrift dieses Artikels sein…
Was ich als Coach daran so spannend finde: In fast allen Fällen ist der Job der erste Aufhänger. Wir definieren uns scheinbar sehr stark über unsere Arbeit und vermuten dort die Zufriedenheit, die dann auf unser gesamtes Leben ausstrahlt. Und oft stimmt das ja auch – zumindest teilweise. Aber wenn im Gespräch die ersten Schichten der Anliegen-Zwiebel abgeschält sind, zeigt sich häufig der eigentliche Kern: Es geht darum, sich selbst zu verstehen.
Denn nur wenn ich weiß, wie ich ticke, was mir wirklich wichtig ist und was ich brauche (oder eben auch nicht), kann ich Entscheidungen treffen, die längerfristig Bestand haben. Dann kann ich auch einschätzen, welcher Job – als ein Baustein des Ganzen – überhaupt zu mir passt.
Der Moment, in dem wir diesen übergeordneten Auftrag formuliert haben – „Ich möchte wissen, wie ich ticke und was ich will“ – war ein sehr schöner in der Session. Plötzlich war da Zuversicht, Aufbruchsstimmung und Klarheit. Danach haben wir uns einem weiteren wichtigen Punkt gewidmet: einer inneren Barriere, einem echten „Zufriedenheitsverhinderer“ im Leben meiner Klientin. Denn eines ist ziemlich sicher: Wenn sie „nur“ einen neuen, passenden Job gefunden hätte, diesen inneren Stolperstein aber mitgenommen hätte, wäre sie auch dort nicht wirklich glücklich geworden.
Es lohnt sich also, weiter vorn anzufangen und sich Fragen zu stellen wie:
Was brauche ich eigentlich, um zufrieden zu sein – und was bedeutet „zufrieden“ für mich ganz persönlich?
Welche Werte und Bedürfnisse sind mir wirklich wichtig?
Und was steht mir heute im Weg – was sind meine ganz eigenen „Zufriedenheitsverhinderer“?
Meine Überzeugung ist: Wenn Du diese Fragen zumindest im Ansatz für Dich beantworten kannst, werden sich viele andere Dinge (fast wie von selbst) sortieren. Und genau das erlebe ich bei vielen Frauen in dieser Lebensphase: Die Suche nach einem neuen Job ist oft eigentlich eine Suche nach Orientierung und nach sich selbst.
Elternschaft lässt uns zurückstecken. Die einen mehr, die anderen weniger. Und sie verändert uns: unsere Werte, unsere Prioritäten, unseren Blick auf das Leben. Warum also diese Phase nicht nutzen, um für eine Neuorientierung erst einmal eine ehrliche Standortbestimmung zu machen – und ein eigenes Ziel zu definieren? Die Schritte dorthin ergeben sich dann häufig auf dem Weg. Oder wie es so schön heißt: Manchmal ist der Weg das Ziel.
Bist Du bereit, diesen Weg zu gehen? Ich begleite Dich gern dabei – auch ganz wortwörtlich, im Gehen und in der Natur. Wenn Du Dir schon Zeit für Dich nimmst, dann doch am besten mit allem drum und dran 😊.

