Der eine will dies, die andere will das – und was willst DU?
Ein Alltagsgedicht
Wessen Essen
gibt’s für meine Leute heute?
Was könnte ich lediglich machen?
aber Was bringt mich – innerlich und kulinarisch – zum Lachen?
Richte ich mich nur nach den Bedürfnissen der anderen? Oder darf es mir auch richtig gut schmecken, sodass ich mir danach genüsslich die Lippen lecke?
Und wenn ich ehrlich bin: Was wäre dann mein Essen?Mist. Ich habe es vergessen … 😯
(Disclaimer: OHNE KI erstellt!)
Diese kleine Szene steht sinnbildlich für etwas Größeres. Denn oft geht es im Alltag nicht nur ums Essen, sondern um eine grundsätzliche Frage: Was muss passieren, damit Du nicht nur die Wünsche und Bedürfnisse der „Anderen“ erfüllst, sondern auch Deine eigenen wahrnimmst und ernst nimmst?
Meine Kollegin (verheiratet, zwei Kinder) erzählte neulich, dass sie für eine Woche ganz alleine zu Hause ist. Und eines der besten Erlebnisse des Vortags war ganz schlicht: Sie konnte essen, was sie wollte, wann sie wollte und wo sie wollte. Wir haben herzlich gelacht – darüber, dass ausgerechnet diese vermeintliche Banalität sich plötzlich wie die größte Freiheit anfühlte. Und dann kamen wir ins Nachdenken. Wie kann es eigentlich sein, dass wir uns im Alltag selbst bei so grundlegenden Dingen wie der Essensauswahl im familiären Kontext oft hinten anstellen? Erst recht dann, wenn wir sogar für alle kochen – und uns selbst am Ende mit einem Kompromiss auf dem Teller zufriedengeben. In dieser Episode dient das Essen an sich ja eigentlich nur als banaler Aufhänger und eine Art Stellvertreter für unsere eigenen Bedürfnisse aller Art - von der eigentlichen Speise bis hin zum Wunsch nach Freiheit und Unabhängigkeit und dem, was Du sonst noch so für Dich darin entdeckst. Welche Bedürfnisse werden im oft stressigen (Familien)Alltag nicht ausreichend oder schlimmstenfalls gar nicht mehr bedient?
Ein paar Impulsfragen zum Weiterdenken:
Kennst Du Deine Bedürfnisse und Wünsche eigentlich (noch)?
Was macht die Wünsche und Bedürfnisse der anderen wichtiger als Deine?
Und was wäre möglich, wenn Du Deine eigenen Wünsche einmal nach vorne stellst – vielleicht nicht immer, aber zumindest hin und wieder?
Was wäre ein erster kleiner Schritt, einem Deiner Bedürfnisse wieder Platz zu schaffen? Probiere es aus!
Wenn Du magst, nimm diese Fragen mit in Deinen Alltag. Beobachte Dich und sei neugierig, ohne zu bewerten. Jeder kleine Versuch ist mehr, als es nicht auszuprobieren!
Und falls Du merkst, dass Du Dir dabei Begleitung wünschst: Ich lade Dich herzlich zu einem unverbindlichen Kennenlerngespräch ein. Manchmal braucht es genau diesen Raum, um wieder in Kontakt mit dem zu kommen, was einem selbst wichtig ist.

