Was die Ausbildung aus mir, mit mir und für mich gemacht hat …
Wenn ich heute auf meine Coaching-Ausbildung zurückblicke, denke ich weniger an Methoden oder Tools, also das Handwerkszeug, dass ich mir vorgestellt hatte. Vielmehr denke an einen Prozess – an Bewegung, an Entwicklung und vielleicht noch treffender an Persönlichkeitsentdeckung.
Die Wirkung auf und für mich als Tina
„Coaching ist kein Wellness“ hat die Ausbildungsleiterin Cary Buraty schon im ersten Modul zu uns gesagt. Und ich sag mal so: aus eigener Erfahrung kann ich sagen „Stimmt!“ In diesem Jahr wurde irritiert, sind Tränen geflossen (oftmals aus Erkenntnis oder Erleichterung), es wurde intensiv hinterfragt und Themen, die lange gut vergraben waren, kamen behutsam, manchmal auch überraschend, ans Tageslicht. Und ebenso gab es Momente, in denen die Tränen vor Lachen flossen – weil Humor Schwere auflösen kann oder manche Situationen einfach so absurd waren, dass wir uns fast weggeschmissen haben vor Lachen. Oder auch weil Erkenntnis entlasten kann und Entwicklung nicht nur fordernd, sondern auch leicht und lustig sein darf.
Ich habe in dieser Phase einige „Kühe vom Eis geschoben“, alte Geschichten neu betrachtet und einen besonders hartnäckigen, mich lange begleitenden Glaubenssatz erkannt, bearbeitet und inzwischen fast vollständig aufgelöst. Dabei habe ich meine Komfortzone mehr als einmal verlassen und erlebt, wie sich vermeintliche Nicht-Komfortzonen mit der Zeit zu vertrautem, tragfähigem Boden entwickeln können.
Ganz besonders und wichtige Punkte, die die Ausbildung für mich gemacht hat, sind ein gestärktes Selbstvertrauen und ein klareres Selbstbewusstsein, verbunden mit einem insgesamt optimistischeren Blick auf die Welt. Vor allem aber hat sich meine innere Haltung geschärft – mir selbst gegenüber und anderen. Das hat auch Nebenwirkungen: Menschen, die ständig werten oder Verantwortung ausschließlich im Außen suchen, fordern mich heute deutlich schneller heraus. Auch das ist eine Form von Klarheit.
Eine der wichtigsten Erkenntnisse dieser Zeit war jedoch, dass ich dann am kraftvollsten bin, wenn ich authentisch bin. Wenn ich nicht versuche, jemand zu sein um anderen zu gefallen, sondern einfach ganz Tina.
Die Wirkung auf und für mich als Coach – und wovon Du profitieren kannst
Parallel zu dieser persönlichen Entwicklung ist auch meine Sicherheit im Tun gewachsen. Ich habe gelernt, gute Fragen zu stellen – Fragen, die öffnen, klären und Bewegung ermöglichen. Diese Fähigkeit wirkt nicht nur im Coaching, sondern zeigt sich auch im beruflichen Kontext, wo ich heute schneller zum Kern von Themen gelange. Insgesamt hat sich meine Art zu kommunizieren verändert. Ich reagiere bedachter, warte ab bevor ich mit meiner Antwort oder einem Beitrag lospresche und versuche durch Rückfragen Klarheit zu erlangen und zum Kern durchzudringen. Auch das hat Nebenwirkungen und irritiert mitunter mein Umfeld was ich durch bspw. durch liebevolle Hinweise meines Mannes „Hör auf mich zu coachen,,,“ oder „Stell doch nicht so viele Fragen!“ gespiegelt bekomme. 🤭…. Ups!
Ich habe Coaching-Praxis gesammelt mit ganz unterschiedlichen Menschen, Persönlichkeiten und Anliegen und dabei auch einen besonderen „Magic Moment“ erlebt, in denen sich etwas im Blick einer Coachee verändert hat und plötzlich neue Möglichkeiten sichtbar wurden – man könnte es auch den GameChanger für Ihr Anliegen nennen.
In meinem Rucksack befinden sich heute viele Tools, die ich nicht nur theoretisch kenne, sondern selbst als Coachee erlebt habe. Ich weiß um ihre Wirkung – und ebenso darum, dass nicht jedes Werkzeug zu jeder Situation passt. Genau darin liegt für mich das Handwerk: Methoden passend zum Menschen mir gegenüber, zum Anliegen, zur Situation aber auch passend zu mir einzusetzen. Zusätzlich ist die Steuerung des Coachingprozesses in meinen Augen eine wichtige Aufgabe des Coaches, um meine Coachees sicher durch ihre Anliegen zu führen und einen Raum zu bieten, in dem sie sich ganz auf sich konzentrieren können. Auf die Verinnerlichung des Prozesses wurde während der Ausbildung viel Werte gelegt. Es war streckenweise harte Arbeit, welche sich sehr gelohnt hat. An dieser Stelle vielen Dank Cary für die Hartnäckigkeit!
Getragen wird diese Arbeit von Vertrauen in meine Intuition und von der Fähigkeit, meine Aufmerksamkeit vollständig beim Coachee zu halten. Eine für mein Leben späte, aber wichtige Entdeckung auf dem Weg zur Coach war zudem meine Eigenschaft als hochsensitive Person. Nach den Phasen des Erkennens, des Verstehens was das ist und der Akzeptanz, dass ich so bin, kann ich dies als besonders wertvolle Ressource als Coach sehen. Für meine Coachees heißt es, dass ich sehr fein, sehr viel wahrnehmen kann und damit allein durch meine intensive Aufmerksamkeit viele Ansatzpunkte für die weiteren Schritte im Coachingprozess entdecke.
Ergänzt wird das alles durch fundiertes Wissen in unterschiedlichen Bereichen, von Grundlagen des Coachings über Themen wie Burnout und den roten Bereich psychischer Erkrankungen bis hin zu etwas, das mir besonders am Herzen liegt: Humor im Coaching.
Darüber hinaus
Diese Ausbildung war mehr als Lernen – sie war Begegnung. Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt: Peers, die mich begleitet haben und mit mir gewachsen sind. Und eine Ausbildungsleitung sowie eine Kursbegleitung, die Räume gehalten haben, und nicht zuletzt Lehrcoaches, die Tiefe ermöglicht haben.
Über ein Jahr hinweg hatte ich regelmäßig ein ganzes Wochenende nur für mich. Einen Safe Space, eine außergewöhnliche Gemeinschaft und jedes einzelne Mal echte Vorfreude. In dieser Zeit ist mir klar geworden, was ich wirklich möchte, was ich kann und wo meine Leidenschaft liegt. Und dass ich Menschen in Veränderungsprozessen einen echten Mehrwert bieten kann.
… und nun schreibe ich einen Blog auf meiner eigenen Coaching-Homepage 😊
Zusammengefasst: Diese Ausbildung war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Mit dem großen Wunsch, Coaching zu einem aktiven, lebendigen Teil meines Lebens zu machen.
Und vielleicht fragst Du Dich beim Lesen, was davon auch für Dich relevant sein könnte. Wie Veränderung aussehen kann, wenn sie nicht bewertet, sondern begleitet wird – und was Du davon für Deinen eigenen Weg mitnehmen kannst, denn genau darum geht es.
Und nun kannst Du von meiner Reise profitieren und Deine eigene Reise starten (Ziel kann noch definiert werden)!

